The Story of FELIX

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Hallo, das ist Felix (der Glückliche),

 

vorher Schock die (viel Glück)... seit 2003 bei uns. Felix Mutter hatte nicht mehr gelebt oder war unauffindbar. Deshalb war er mit seinen Geschwistern bei Brigitte in Chaweng. Felix hatte wohl den stärksten Willen, denn er war der Einzige von seinen Geschwistern, der überlebt hat Als er gerade etwas über 3 Monate alt war kam er zu uns nach Deutschland. Gerade noch rechtzeitig. Er hatte wochenlang Durchfall und hing in Samui nur am Tropf. Als er einigermaßen transportfähig war, hat Brigitte ihn dann auch gleich losgeschickt. Damals gab’s die neuen Einreise-bestimmungen mit der Wartezeit von 3 Monaten zum Glück noch nicht, denn die hätte er sicher nicht überlebt.

Als er im März zu uns kam war er mit Zecken übersät, hatte ziemlich starke Räude und war fast nackt. Er hat sehr gefroren und deshalb meistens auf einem Sessel oder Sofa in Decken gekuschelt gelegen. Geschlafen hat er nachts immer unter unserer großen gemeinsamen Bettdecke, zwischen uns liegend. Felix ist ein suuuper cleverer Hund, lernt sehr schnell - das, was ER für wichtig hält

Er ist sehr eigenständig und selbständig, aber auch trotzdem sehr anhänglich und verschmust. Er hat einen sehr großen Freiheitstrieb, was heißen soll, er hat alle Löcher im Maschendrahtzaun gefunden und ist immer ausgebüchst. Nachdem wir dann Alle dicht gemacht hatten, hat er sich dann selber welche unter dem Zaun gegraben. Das war ja auch nicht weiter schlimm, wenn er spazieren ging, denn wir wohnen in einem Wochenendgebiet und die Gefahr, dass er überfahren würde, war sehr gering. Außerdem hat er immer schön aufgepasst, wenn ein Auto kam und ist dann zur Seite ausgewichen.   Nur unsere Nachbarn fanden das leider nicht sooo toll, wenn er bei ihnen den Zierrasen umgegraben hat.  Dies hieß dann für uns... einmal das ganze Grundstück - immerhin 2000 qm groß -  mit Karnickeldraht unter dem Zaun dichtmachen *grummel*   Wenn ich mit ihm spazieren bin, packt ihn auch meist sein Freiheitstrieb und er geht dann  seine eigenen Wege. Rufen ist dann völlig zwecklos. Er bleibt zwar in Sichtweite, aber kommt ums verplatzen nicht. Geht man dann zu ihm findet er das ein ganz tolles Spiel und rennt noch weiter weg - hoffend, man verfolgt ihn   

Als es ihm nach ca. 3 Monaten besser ging, bin ich mit ihm zur Hundeschule, um ihm seinen "Abhau-Trieb" abzugewöhnen. Die Unterrichtsstunden strengten ihn ziemlich an und er hat hinterher immer k.o. in seinem Körbchen gelegen. Nach ca. drei Wochen Hundeschule (je Woche 1 x) hat er auf einmal angefangen wieder abzubauen. Er war lustlos, wollte nicht mit unserem zweiten Hund, ein ACC Weisser Schäferhund - er heißt Barry - spielen und hat wenig gefressen. Ich hatte das auf das Hundetraining geschoben aber nach ca. 4 Tagen (eines Sonntag nachts, was auch sonst!?!?) hat er dann urplötzlich Blut erbrochen. Ich bin dann gleich mit ihm in die Tierklinik gefahren... Röntgen, Ultraschall, Bluttest... dabei kam dann raus, er hat keinerlei rote Blutkörperchen mehr. Die Ärzte in der Klinik haben mir nicht viel Hoffnung gemacht dass er überlebt, wollten ihn einschläfern. Aber als ich ihn da so liegen sah, habe ich daran gedacht, wie schlecht es ihm auf Samui ging und welche Strapazen er schon durchgemacht hatte und das er der einzige Überlebende aus seinem Wurf war. Dann war ich mir sicher "der Kleine hat soviel Lebenswille, der schafft das" und hab es abgelehnt ihn einzuschläfern und mich entschlossen, zu versuchen ihm zu helfen. Mein Lebensgefährte musste dann nachts noch sofort mit unserem Barry in die Klinik zum Blutspenden für Felix. So hatte er dann wenigstens wieder ein paar rote Blutkörperchen. Hätten wir ihn nicht gehabt, würde Felix heute vielleicht nicht mehr leben Felix musste dann noch eineinhalb Wochen in der Klinik bleiben, bekam täglich Bluttransfusionen, Infusionen, Antibiotika etc. Mittlerweile wusste man dann auch was ihm fehlt - Ehrlichien!

Nach seiner Entlassung musste er noch weitere 5 Wochen Antibiotika etc. nehmen und bis er wieder ganz der Alte war, vergingen gut und gerne weitere 2 Monate. Diese Aktion hat mich damals finanziell fast ruiniert und musste mir bei meinen Freunden Geld erbetteln... doch ich habe es keinen Tag bereut!!!! Das "Kuriose" an der Geschichte ist, dass die Ehrlichien jederzeit wieder ausbrechen könnten. Sie nisten sich nämlich im Rückenmark ein und bleiben dort, was dem Tier auch weiter nicht schadet. Nur, bei Stress brechen die Biester wieder aus, gelangen in die Blutbahn und zerstören dort die roten Blutkörperchen. Und so sehe ich halt zu, dass ich den kleinen Mann nicht unnötigen Stresssituationen aussetze. Da hat er wieder ganz schön Glück gehabt der Kleine... keine Hundeschule mehr   

Alles in Allem würde ich sagen... Felix ist der anhänglichste, schmusigste und charmanteste Hund, den ich je hatte. Und manchmal glaube ich sogar, er weiß, wie viel Glück er gehabt hat, hierhergekommen zu sein, denn er lässt es mich jeden Tag aufs Neue spüren, wie gerne er lebt! Und das ist einfach das Schönste für mich!!!!

In diesem Sinne...   

liebe Grüsse von Diana und Ihren Nasen

P.S. Falls Ihr Fragen habt wegen Reisekrankheiten oder sonst auch... schreibt mich an!!!! Ich bin auf diesem Gebiet mittlerweile fast Fachfrau

Hier bin ich noch auf Samui.